Wochenendlehrgang in Billerbeck

Bundesliga-Referee zu Gast bei Iserlohner Schiris
In Billerbeck intensiv auf Rückrunde vorbereitet

Billerbeck/Iserlohn. Der inzwischen zur Tradition gewordene Wochenendlehrgang der
heimischen Fußballschiedsrichter fand am 1. Februarwochenende im münsterländischen
Billerbeck statt. „Der Tagungsort ist ideal für unsere Bedürfnisse“, begründete Schiri-Obmann
Lars Lehmann die Standortwahl. Freitags trafen die 35 Schiedsrichter des heimischen
Fußballkreises Iserlohn im Tagungshotel Weißenburg ein. In einem kurzen Statement skizzierte
Lars Lehmann die aktuelle Lage der Schiris. „Der Nachwuchs hat alle Chancen bei uns voran zu
kommen – Ihr müsst diese Chancen ergreifen“, unterstrich Lehmann die Möglichkeiten des
eigenen Nachwuchses. Mendener Bank-Vorstand Florian Steuer referierte über Strategie, Taktik
und Reflexion. Alles Themen, die ein Schiedsrichter auf und neben dem Platz benötigt, die aber
auch im normalen Leben von großer Bedeutung sind. Abends wurde dann noch das
abwechslungsreiche Bundesligaspiel zwischen dem 1.FC Köln und Borussia Dortmund bei
ausgiebigen Gesprächen verfolgt.

Am zweiten Tag ging es sofort richtig zur Sache. 30 Regelfragen mussten beantwortet werden
anschließend stand eine Praxiseinheit mit Regionalligaschiri Julian Engelmann auf dem
Programm. Bei strahlendem Sonnenschein wurden sportliche Übungen gemacht, um das das
läuferische Können zu steigern. Danach ging es um nicht weniger als drei Themen gleichzeitig:
Stationenarbeit war angesagt. Konkret: es wurden drei Gruppen gebildet, die sich an drei
Stationen jeweils 30 Minuten mit den Themen Sonderschulung, Konformitätstest und Praxisübung
vor der Videokamera auseinandersetzen mussten. „Gerade die Stationsarbeit ist sehr beliebt, weil
sie kurzweilig ist und immer für jeden etwas dabei ist“, freute sich Lars Lehmann über die gute
und intensive Arbeit.

Am Sonntagmorgen konnten die Iserlohner Schiris einen echten westfälischen Aufsteiger
begrüßen: Sören Storks (31) aus Ramsdorf (Kreis Borken). Der Münsterländer pfeift seit dieser
Saison in der Bundesliga. Erst am Tag vor seinem Besuch leitete er die Partie 1.FSV Mainz 05 –
FC Bayern München. Er berichtete aus dem Alltag eines Bundesligareferees. Die größten
Unterschiede zur 2. Liga skizzierte er kurz und knapp: „Das Spiel ist um einiges schneller und die
Spielercharaktere sind andere.“ Für ihn persönlich sei der Videoassistent die größte Umstellung
gewesen. Viele Fragen von den jungen Schiedsrichtern aus dem Kreis Iserlohn schlossen sich
an. Daniel Schulte-Hostedde wollte von Storks wissen, warum bei der Eingabe seines Namens in
die Suchmaschine Google als erster Treffer, die Frage „Hat Sören Storks eine Freundin?“
angezeigt würde. Der sympathische Storks berichtete unter den Lachern seiner SR-Kollegen,
dass seine Freundin ihn dies auch bereits gefragt habe. Eine Erklärung habe er aber nicht. Auch
einige Videoszenen wurden mit ihm erörtert und analysiert. Mit großem Applaus wurde Sören
Storks ein kleines Präsent überreicht und anschließend in den wohlverdienten Sonntag entlassen.

Christian Krause wurde mit nur 0,5 Fehlern bei 60 Regelfragen Regeltestsieger des
Wochenendes. „Die Regelkunde ist das Handwerkszeug des Schiedsrichters, da muss er
Bescheid wissen“, betonte Lehmann. Die Bilanz des Wochenendes fiel positiv aus: „Die Bausteine
Ernsthaftigkeit, Freude und Engagement haben in diesem Jahr perfekt zueinander gepasst“,
resümierte SR-Obmann Lars Lehmann.

(Text Dirk Sodenkamp)