Artur Gatzke im Portrait

Erst mit 37 Jahren fing der seit 43 Jahren verheiratete und 3-fache Familienvater an zu pfeifen. Damals suchte sein Verein dringend einen Schiedsrichter. Schnell wurde bei Artur Gatzke aus dem Gefallen eine Leidenschaft, die bis heute anhält. Durch sein hohes Engagement im Fußball reicht das „nur pfeifen“ bald nicht mehr aus und von daher wundert es einen nicht, dass der heute 65-jährige noch weitere Aufgaben im Schiedsrichterwesen übernommen hat: Mitglied im Kreisschiedsrichterausschuss des Kreises Iserlohn, Spielansetzungen im Juniorenbereich und immer einen intensiven Blick auf Talente im Nachwuchs.
Die schönste Zeit als aktiver Schiedsrichter erlebte der Iserlohner, wenn er jungen Schiedsrichtern in seiner höchsten Spielklasse (Bezirksliga) bei Assistententätigkeiten oder durch eigene Einsätze an der Linie bei eben diesen seine erlebten Erfahrungen weitergeben konnte. An sein erstes Spiel, ein D-Jugendspiel vom FC Oese gegen den ASSV Letmathe kann er sich noch gut erinnern. Inzwischen ist Artur Gatzke leider aufgrund der Altersgrenze von 55 Jahren aus der Bezirksliga ausgeschieden und widmet sich jetzt ganz seiner Aufgaben im Kreisschiedsrichterausschuss.
Heute ist er ein echtes Aushängeschild für die Iserlohner Schiedsrichter und ein Schiedsrichter, der von seinen Kollegen sehr geschätzt wird.
Mit seiner Erfahrung ist er gerade für die Jungschiedsrichter ein vertrauensvoller Ansprechpartner und eine wichtige Anlaufstelle. „Im Schiedsrichterwesen ist Artur eine Art Vaterfigur für die Jungen, dessen Rat wertvoll für den eigenen weg ist“, charakterisiert Lars Lehmann die Rolle von Artur Gatzke im Kreis 17.
Einen guten Tipp für junge Schiedsrichter und Anwärtern hat Artur auch immer parat: “ Junge Schiedsrichter und alle, die sich für das Amt des Schiedsrichters interessieren empfehle ich, Trainer und Spieler so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Ein fairer Umgang im Miteinander und gute Regelkenntnisse sind ebenfalls Grundvoraussetzung für erfolgreiche Spielleitungen.“ Er fügt an, dass man sich immer in der Nähe des Balles befinden sollte und keine Angst davor haben sollte Entscheidungen klar und deutlich zu treffen. Viele Spielleitungen sorgten hier für die notwendige Erfahrung und Sicherheit.